Otto-Hahn-Straße

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Otto-Hahn-Straße Richtung Westen
TÜV in der Otto-Hahn-Straße 8

Die Otto-Hahn-Straße erschließt das Gewerbegebiet im Norden Trittaus (B-Plan 11) und verbindet die Kieler Straße mit der Lütjenseer Straße. In nördlicher Richtung zweigt die Bunsenstraße ab.

geografische Lage

  • 53.624569, 10.397614
  • 53°37'28.4"N 10°23'51.4"O

(Standort in GeoHack zeigen)

Namengebung

Für Straßennamen in Industrie- und Gewerbegebieten wurden in den 1970er Jahren gerne die Namen berühmter Forscher eingesetzt, die wichtige Erfindungen oder Erkenntnisse für die technische und wirtschaftliche Entwicklung erbracht haben. So wurden auch im neu geschaffenen Gewerbegebiet in Trittaus Norden zwei berühmte Wissenschaftler durch die Benennung von Straßen geehrt.

Otto Emil Hahn (* 8. März 1879 in Frankfurt am Main; † 28. Juli 1968 in Göttingen) war ein Chemiker, dem neben vielen weiteren Ehrungen für sein wissenschaftliches Werk für die Entdeckung und den radiochemischen Nachweis der Kernspaltung des Urans und des Thoriums der Nobelpreis für Chemie des Jahres 1944 verliehen wurde.[1]

Geschichte

Ursprünglich gab es in der Gemeinde überwiegend Landwirtschaft und Handwerk. Mit der Ziegelei bei der Großenseer Straße entstand Ende des 19. Jahrhunderts ein erster, größerer Betrieb. Von überregionaler Bedeutung war die Feuerwerkerei an der Hamburger Straße. Nach dem 2. Weltkrieg war die dringendste Aufgabe in Trittau, Wohnraum zu schaffen, um die vielen Flüchtlinge unterzubringen. In der Folge sollten dann auch Arbeitsplätze in Trittau geschaffen und Betriebe angesiedelt werden.

Das 17 ha große Gebiet zwischen der Kieler und der Lütjenseer Straße wurde in den 1960er Jahren von der Gemeinde gekauft, um dort neue Gewerbebetriebe anzusiedeln. Ziel war die Schaffung von Arbeitsplätzen und von Einnahmen über die Gewerbesteuer. Für die Erschließung des Gebiets und den Bau von Straßen, Kanalisation und Wasserleitungen nahm die Gemeinde ein Darlehen von 1.450.000 DM auf. Der Bebauungsplan Nr. 11 trat am 31. August 1968 in Kraft. Das Gebiet wurde durch den Bau der Otto-Hahn-Straße und der Bunsenstraße erschlossen und durch die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) vermarktet.[2]

Es sollten sich vorwiegend neue Betriebe ansiedeln, aber auch für ortsansässige Betriebe, die sich erweitern wollten, gab es die Möglichkeit der Umsiedlung in das neue Gewerbegebiet. Das Karosseriewerk Wilke, vorher in der Rausdorfer Straße, und die Firma Evermann & Sohn, vorher in der Poststraße, verlagerten ihre Betriebe. Weiter baute das Betonsteinwerk A. v. Maltzahn & Co. und die Pleuger-Pumpenfabrik, die schon eine Versuchswerkstatt in Trittau unterhielt. Erstere sind noch heute vorhanden, letztere inzwischen aufgelöst. 1985 waren 15 Betriebe mit zusammen ca. 350 Beschäftigten ansässig.

Wegen einer fehlerhaften Veröffentlichung wurde der B-Plan 11 neu aufgestellt.[3] Am 21. Mai 2015 wurde der neu aufgestellte B-Plan 11 rechtskräftig.[4]

Bebauung und Bewohner

  • Nr. 1: Bauunternehmen Marten Bau + Planung GmbH
  • Nr. 1a:
- ehemals: Reifendienst Trittau, Claus-Peter Boll
  • Nr. 3a:
- ehemals: Möbelmarkt Trittau
  • Nr. 4: Cartex GmbH Autoteile und Zubehör
- ehemals: Zeltbetrieb Sesiani
- ehemals: Betonsteinwerk A. von Maltzahn & Co.
- ehemals: Wurstfabrik Rudolf Schröder
  • Nr. 10-12: Baumarkt Evermann & Sohn KG
  • Nr. 11: MPA Pharma GmbH

Besonderheiten

Haltestelle Otto-Hahn-Straße in der Kieler Straße

Die Bushaltestelle "Otto-Hahn-Straße" befindet sich in der Kieler Straße an der Abzweigung der Otto-Hahn-Straße.

Erinnerungen und Geschichten - Zeitzeugen berichten

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Otto Hahn bei wikipedia, abgerufen am 29.10.2015
  2. Hergenhan, Otto: Dreissig Jahre kommunale Arbeit in Trittau 1945-1975, Hrsg. Gemeinde Trittau
  3. Gemeinde Trittau Bebauungsplan Nr. 11, Neuaufstellung, abgerufen 14.10.2015
  4. Bekanntmachung Satzungsbeschluss Neuaufstellung B-Plan 11 Gemeinde Trittau, abgerufen am 14.10.2015